1053: Der Islam nach Hamed Abdel-Samad (20 Punkte)

Der 1972 in Ägypten geborene Politologe Hamed Abdel-Samad gilt als scharfer Islam-Kritiker. Mit 19 Jahren wurde er Mitglied der Muslim-Brüder, wandte sich dann aber vom Glauben ab. Bekannt wurde er auch durch seine im Fernsehen übertragenenen Deutschland-Reisen gemeinsam mit Henryk M. Broder. Er lebt in Deutschland unter Polizeischutz.

Ich selbst habe vom Islam nicht genug Ahnung. Zwar habe ich in den letzten Jahren im Koran gelesen, mir fehlen aber angesichts der nicht vorhandenen theologischen Historisierung und Ent-Mythologisierung, wie sie sich im Christentum lange durchgesetzt haben, weithin die Beurteilungskriterien für den Islam. Die Muslime, die ich kennengelernt habe, sind sehr gut integrierte und häufig sehr hoch gebildete Menschen.

Dann halte ich mich zunächst an Hamed Abdel-Samads Buch

Mohammed. Eine Abrechnung. Droemer Verlag, 236 S., 19,90 Euro.

Daraus hat „Die Zeit“ am 17. September einen Vorabdruck gebracht:

1. Mohammeds Leben wird nicht nur nach heutigen Maßstäben beurteilt, sondern auch nach den zu seinen Lebzeiten geltenden Regeln, gegen die er stark verstoßen hat.

2. Er wuchs als Waisenkind auf und erreichte in seinem Stamm kein besonderes Ansehen.

3. Er lebte lange als Außenseiter und hatte keine tragfähigen Leitfiguren.

4. Ein bei ihm stark ausgeprägtes Lösungsmodell ist die Gewalt.

5. Frauen gegenüber war er unsicher. Die heute verordnete Verschleierung, die Mehrehe und die Unterdrückung der Frau gehen darauf zurück.

6. Mohammed und die von ihm ausgearbeitete Lehre neigen dazu, sich schell beleidigt und verfolgt zu fühlen.

7. Die muslimischen Eroberer (Omaijaden, Abbasiden, Fatimiden, Mamelucken oder Osmanen) beriefen und berufen sich auf den heiligen Krieg (den Dschihad).

8. Einiges im Verhalten von Mohammed deutet auf Zwangsstörungen hin.

9. Er hinterließ ein Regelwerk, das bis heute jede Angelegenheit des muslimischen Alltags bestimmt.

10. Heutige Islamreformer behaupten, der Islam sei als eine moralische und soziale Revolution gegen die Ungerechtigkeit in Arabien entstanden.

11. Mohammed hatte mehrere Frauen. Aischa hat er geheiratet, als sie sechs Jahre alt war. Das widersprach schon seinerzeit den Gepflogenheiten.

12. Die im Islam verhängten Strafen sind teilweise grausam: Tötung („Ehrenmorde“), Steinigung, Auspeitschen u.a.

13. Wer sich als Muslim als Märtyrer bewährt hat, dem stehen im Paradies 72 Jungfrauen mit jeweils 70 Dienerinnen zu.

14. Selbst heute fällt es manchen moderaten Muslimen schwer zu sagen: „Das Schlagen von Frauen ist falsch, ohne Wenn und Aber! Egal, was darüber im Koran steht.“

15. Durch das straffe Regelwerk und die detaillierten Strafandrohungen werden vom Islam Kontrollfreaks bevorzugt.

16. Mohammed schreibt: „Die Völker werden eines Tages über euch herfallen. Denn ihr werdet schwach im Herzen sein. Eure Herzen werden dadurch schwach, dass ihr das Leben liebt und den Tod hasst.“

17. Todesurteile zu vollstrecken ist jeder Gläubige befugt, nicht nur die Staatsgewalt.

18. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat dem FC Schalke 04, in dessen „Hymne“ es heißt: „Mohammed war ein Prophet, der vom Fußball nichts versteht.“, bescheinigt, dass Mohammed vom Fußball keine Ahnung gehabt habe.

19. Für Hamed Abdel-Samad darf die Bundesrepublik bei den einwandernden Muslimen nicht den gleichen Fehler machen wie bei den „Gastarbeitern“, die man sich selbst überlassen habe. „Man darf nicht im Namen der kulturellen Bereicherung Bräuche zulassen, die jede Form des Zusammenlebens zerstören. Den neu Zugewanderten muss schon bei ihrer Ankunft klargemacht werden, wie eine offene, demokratische Gesellschaft funktioniert. Ihnen muss erklärt werden, dass Religionsfreiheit Teil des großen Konzepts der Freiheit ist, das jedem das Recht gibt, einer Religion anzugehören oder eine zu verlassen; das Recht, zu sagen und zu schreiben, was man will, solange man nicht zu Gewalt oder anderen Straftaten aufruft.“ (Die Welt, 26.9.15)

20. Der Deutsche-Welle-Moderator Jaafar Abdul-Karim empfehle den ankommenden Muslimen, so Hamed Abdel-Samad: „Leben und leben lassen ist ein bewährtes Motto in Deutschland. Macht es bitte auch zu eurem Mantra. Wenn sich ein Paar auf der Straße küsst, und seien es zwei Männer oder zwei Frauen, dann nehmt es so hin, auch wenn es vielleicht ein Schock für euch ist. Dass ihr daran nicht gewöhnt seid, heißt nicht, dass es falsch ist. Ihr lebt jetzt in einem anderen Wertesystem, das ihr respektieren sollt, damit wir alle hier friedlich zusammenleben können.“

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