906: Ayaan Hirsi Ali: Zurück zum kalten Krieg !

Die in Harvard lehrende Ayaan Hirsi Ali will den

Islam reformieren.

Dabei argumentiert sie einigermaßen radikal. Sie schreibt (Die Welt 28.3.15):

„Dabei können wir uns von einem anderen Konflikt inspirieren lassen, um eine Entwicklung in Gang zu bringen: vom kalten Krieg. Denn auch wenn sich der Islam grundlegend vom Kommunismus unterscheidet, beinhaltet er in gewisser Hinsicht eine ebenso große Verachtung für die Menschenrechte. Islamische Republiken gingen gegen die eigenen Bürger so brutal vor wie einst die Sowjetrepubliken. Trotz allem heißen wir fundamentalistische Prediger in unseren Städten willkommen und sehen tatenlos zu, wie sie mit Hetzreden tausende unzufriedener junger Menschen radikalisieren. Und weitaus schlimmer: wir unternehmen fast keine Versuche, dem Missionswerk der Medina-Muslime etwas entgegenzusetzen. wenn wir diese Politik der kulturellen Nichteinmischung weiterbetreiben, werden wir uns aus der Logik des aktuellen Krieges niemals befreien. Denn mit Luftschlägen, Kampfdrohnen oder sogar mit Bodentruppen allein lässt sich eine Ideologie nicht bekämpfen. Wir müssen gegen sie mit – besseren und positiven – Ideen zu Felde ziehen. Wie im kalten Krieg müssen wir ihr eine alternative Vision entgegenstellen.

Der Westen hat den kalten Krieg nicht nur durch wirtschaftlichen Druck oder die Entwicklung neuer Waffensysteme gewonnen. Von Anfang an erkannten die Vereinigten Staaten, dass der Kampf auch ein ideologischer Wettstreit war. Anders als einige ’nützliche Idioten‘ an linken Universitäten, behaupteten wir nicht, dass das Sowjetsystem unserem moralisch ebenbürtig gewesen sei. Und wir sahen den Sowjetkommunismus auch nicht als eine Ideologie des Friedens an. Vielmehr ermunterten die Vereinigten Staaten über viele kulturelle Initiativen, die direkt oder indirekt von der CIA finanziert wurden, antikommunistische Intellektuelle dazu, dem Einfluss der Marxisten oder anderer Fellow Travellers auf dem Zug der radikalen Linken etwas entgegenzusetzen. Am 26. Juni 1950 wurde in West-Berlin der Kongress für kulturelle Freiheit gegründet, der im Kampf der Ideen linksliberale Werte verteidigte. Führende Intellektuelle wie Bertrand Russel, Karl Jaspers und Jacques Maritain dienten als ehrenamtliche Vorsitzende.“

Ja, so sind wir nun mal, wir Antikommunisten.

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