Das Bundeskabinett hat beschlossen, das Wohngeld zu erhöhen. Ab 2020 gibt es 30 Prozent mehr. Und ab 2022 wird das Wohngeld regelmäßig angepasst. Durch die Reform sollen künftig 660.000 Haushalte Anspruch auf Wohngeld bekommen. Derzeit sind es 480.000. Mieter- und Kommunalverbände begrüßten die geplante Novelle. Von den Grünen kam Kritik, weil keine Klimaaspekte berücksichtigt wurden. Bundesinnen- und Bauminister Horst Seehofer (CSU) unterstrich, das „Wohngeldstärkungsgesetz“ könne dazu beitragen, „dass die Menschen auch bei steigenden Mieten nicht gezwungen werden, ihr Lebensumfeld zu verlassen. Die Bundesregierung rechnet mit Gesamtkosten von jährlich 1,2 Milliarden Euro. Das entspricht Mehrausgaben von 214 Millionen Euro, die sich Bund und Länder paritätisch teilen (Constanze von Bullion, SZ 9.5.19).