2343: Francis Ford Coppola 80

Der 1939 in eine italienisch-stämmige Familie hinein geborene Francis Ford Coppola hat mit zwei Filmen die Filmgeschichte nachhaltig beeinflusst: „Der Pate I“ 1972/II 1974 (drei Oscars) und „Apocalypse Now“ 1979. Als Kind war Coppola lange krank und soll viel gelesen haben. Er hat an der California Film School studiert und dann 1969 mit George Lucas eine eigene Produktionsfirma gegründet. Als Regisseur war er von dem legendären Produzenten

Roger Corman

entdeckt worden.

Mit Martin Scorsese, Steven Spielberg, George Lucas, Peter Bogdanovich und William Friedkin

bildete er „New Hollywood“, eine Gruppe, die nicht künstlerisch zusammengehörte, sondern an die Film-Macht wollte (Vatermord in Hollywood). Die Filmproduktion ging aus dem Studio auf die Straße.

Mit „Der Pate“ I und II errang Coppola Weltruhm. Dafür reaktivierte er Marlon Brando als Don Vito. Im zweiten Teil übernahm Al Pacino die zentrale Rolle. Diese Filme zeichnen das Bild, nach dem sich heute noch viele die Mafia vorstellen. Für den düsteren Look der Filme war wesentlich der Kameramann Gordon Willis verantwortlich, der später sehr viel mit Woody Allen arbeitete. Marlon Brando wurde für „Apocalypse Now“ nochmals entscheidend, obwohl er 1979 schon ganz verfettet und abgeschrieben war. Den Hauptdarsteller besetzte Coppola von Harvey Keitel auf Martin Sheen um. Der schlug voll ein (und bekam dabei einen Herzinfarkt). Auf der Pressekonferenz in Cannes, als der Vietnam-Krieg noch lief, sagte Coppola über den Film: „Dieser Film handelt nicht von Vietnam, er ist Vietnam.“ (Maria Wiesner, FAZ 6.4.19; David Steinitz, SZ 6./7.4.19; Claudius Seidl, FAS 7.4.19)

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