Die Münchener Sicherheitskonferenz hat endgültig gezeigt, dass auf die USA im Hinblick auf NATO und EU (auf den gesamten Westen) kein Verlass mehr ist. Das bringt Europa in eine noch schwierigere Lage. Denn nun muss es für seine Sicherheit selber sorgen. Angesichts russischer Annexionspolitik und chinesischer Hochrüstung. Durch den Brexit verliert Europa die britischen Atomwaffen. Der INF-Vertrag ist von den USA und Russland aufgekündigt worden. Die baltischen Länder und Polen fühlen sich von Russland bedroht.
In dieser Lage hilft keine Politik der Grünen, welche die westliche Verteidigung nur halbherzig unterstützen. Noch weniger die Politik der Linken, die im Zweifelsfall auf Seiten Russlands stehen und die Krim-Annexion befürworten. Die AfD will die EU schwächen. Davon ist Sara Wagenknechts Bewegung kontaminiert (bei der Migrationspolitik). Alle diese Kräfte liegen grundsätzlich falsch und sind für eine Konsolidierung und Stärkung von EU und NATO nicht zu gebrauchen.
Anders Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auf der Sicherheitskonferenz in München sagte sie angesichts des geplanten gemeinsamen Baus eines neuen Kampfflugzeugs mit Frankreich, wenn „wir in Europa keine gemeinsame Kultur der Rüstungsexporte haben, dann ist die Entwicklung von gemeinsamen Waffensystemen natürlich auch gefährdet“. Merkel sagte weiter, man könne nicht von einer europäischen Armee und von einer gemeinsamen Rüstungspolitik sprechen, wenn man nicht gleichzeitig bereit sei, eine gemeinsame Rüstungsexportpolitik zu machen (Daniel Brössler, Paul-Anton Krüger SZ 18.2.19).
Die ist mit Grünen, Linken, AfD und einigen Teilen der SPD nicht machbar.
Also bleiben für eine verlässliche Politik der politischen und militärischen Stärkung des Westens nur die CDU/CSU, die FDP und andere Teile der SPD übrig.