2170: Heike Drechsler war keine IM.

Die zweifache Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler hat in einem Gutachten feststellen lassen, dass sie keine inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi gewesen ist. Erstattet hat das Gutachten der Stasi-Forscher Helmut Müller-Enbergs, der Mitherausgaber des Lexikons „Wer war wer in der DDR?“ gewesen ist: „Frau Heike Drechsler war zu keinem Zeitpunkt (…) als IM ‚Jump‘ beim MfS erfasst gewesen.“

Heike Drechsler hatte 1987 von Heinz Bergner, einem Freund der Familie und Stasi-Offizier, 500 DM erhalten. Auf der Quittung hatte sie mit „Jump“ unterschrieben. 1993 trat Drechsler mit Bergner im ZDF-Sportstudio auf und kriegte von ihm bescheinigt, dass sie keine Informationen gegeben und konspirativ gearbeitet habe.

Helmut Müller-Enbergs, der 2018 an der dänischen Universität Odense Spionage-Geschichte lehrt, hat das Lexikon korrigieren lassen. „Sie hatte Kontakte zur Stasi, ob wissentlich oder nicht, und sie war – zumindest vorübergehend – Begünstigte der Stasi.“ (dpa, SZ 25.10.18)

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