1700: Allensbach: Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem

Obwohl der Bedarf an

Pflegekräften

heute schon nicht mehr gedeckt werden kann und der

Ärztemangel auf dem Land

wächst, finden 91 Prozent der privat Versicherten und 86 Prozent der gesetzlich Versicherten die Gesundheitsversorgung in Deutschland „gut“ oder „sehr gut“. Das hat eine Studie des Instituts für Demoskopie in Allensbach ergeben. Im Vergleich mit unseren Nachbarn sind die Befragten von der Überlegenheit des deutschen Gesundheitssystems überzeugt. Allerdings nehmen derzeit Befürchtungen zu, dass es künftig zu Leistungseinschränkungen kommen könnte.

Die Bürger nehmen an, dass die privaten Krankenversicherungen den gesetzlichen überlegen sind. Ihnen werden ein breiterer Leistungskatalog, weniger Restriktionen bei Medikamenten, eine bessere Unterbringung in der Klinik, größere Wahlmöglichkeiten und kürzere Wartezeiten zugeschrieben. Die gesetzlich Versicherten schätzen die kostenlose Mitversicherung von Angehörigen. Ebenso die direkte Übernahme der Behandlungskosten durch die Versicherung sowie die Höhe und Kalkulierbarkeit der Kosten, auch im Alter.

Eine einheitliche Bürgerversicherung wird von den Befragten nicht als verheißungsvolle Option empfunden. Von ihr erwarten die Bürger keine positiven Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung und die Beitragshöhe. Die überwältigende Mehrheit glaubt daran, dass es immer wieder Leistungsdifferenzierungen im Gesundheitswesen geben wird (FAZ 16.9.17).

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