1. Immer mehr Bundesländer gehen vom „Schreiben nach Gehör“ in Grundschulen ab. „Wissenschaftlich“ heißt dieses Prinzip „Lesen durch Schreiben“.
2. Es geht zurück auf den Schweizer Pädagogen Jürgen Reichen (siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts).
3. Danach galten Diktate als verpönt, und bei den Schülern konnte der Eindruck entstehen, als sei richtiges Schreiben nicht so wichtig.
4. Heinz-Peter Meidinger (Vorsitzender des Deutschen Philologenverbands): „Die derzeitige Generation von Schülern liest und schreibt so wenig wie keine zuvor, zumindest, was volle, komplexere Sätze betrifft.“
5. Es soll wieder auf korrekte Rechtschreibung geachtet werden.
6. Richtiges Schreiben steht für Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Ordnungssinn.
7. Susanne Eisenmann (Kultusministerin von Baden-Württemberg), CDU: „In Mathe war zwei und zwei schon immer vier und nicht ungefähr vier. So muss es auch im Deutschunterricht sein.“
8. Ties Rabe (Schulsenator Hamburg) SPD: „Viele Lehrer haben zu lange geglaubt, dass Kinder richtiges Schreiben mit Hilfe genialer Unterrichtsmethoden im Vorbeigehen lernen. Aber Rechtschreibung muss man echt üben.“
9. „Schreiben nach Gehör“ hat vor allem Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder aus bildungsfernen Schichten benachteiligt, weil diese Anderes und anders hören als das Bildungsbürgertum.
10. Korrektes Schreiben dient der Ausbildung und dem Studium (FAS 6.8.17).