Fifa-Präsident Gianni Infantino, 47, (Schweiz) agiert ruppig. Er chasste die beiden Vorsitzenden des Fifa-Ethik-Komitees, Cornel Borbely (Zürich) und Hans-Joachim Eckert (München), und den Chef des Fifa-Governance-Komitees, den Portugiesen Miguel Poares Maduro. Dieser hatte den russischen Vizepremier und Fußballchef Witalij Mutko wegen Interessenkonflikten aus dem Fifa-Vorstand verbannt. Borbely und Eckert hatten
Sepp Blatter
und
Michel Platini
wegen eines dubiosen Millionen-Deals aus dem Fifa-Vorstand verbannt. Die drei Juristen hatten „ganze Arbeit“ geleistet. Aber die Fifa will keine Aufklärung. Sie arbeitet lieber mit „Dunkelmännern“ zusammen.
Allein die US-Justiz ermittelt auf der Basis des Anti-Mafia-Gesetzes „Rico“. Das könnte der Fifa gefährlich werden. Infantino lässt sich davon nicht beeindrucken. Die neue Chefermittlerin aus Kolumbien muss sich erst ins Schweizer Recht einarbeiten. Und die von Infantino eingesetzte Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura, eine fußballfremde UN-Entwicklungshelferin aus dem Senegal, kriegt kein Bein auf die Erde (Thomas Kistner SZ 11.5.17).