Mara Delius denkt in der „Literarischen Welt“ (25.3.17) über den Literaturbetrieb nach. Sie findet, dass es nicht zu wenig Frauen gibt, aber die „falschen Männer“. Sie schreibt: „Wer sich in diesen Tagen die Physiognomie des Literaturbetriebs ansieht, findet nicht sehr viel männliche Härte – und wenn Steifheit, dann eher die falsche: Die Zeit der schicken Autos und wilden Affären der Unseld- und Walser-Jahre, der Kasinobesuche, Bordellabende und Männer-unter-sich-Runden ist längst vorbei – auch wenn man noch so sehnsüchtig stierend das Weißweinglas schwenkt, es wird kein Martini draus … Und die Frauen? Steigen auf und an einem vorbei – erst gibt es gar keine Frauen, dann sind sie plötzlich überall. Verwirrung!“