1472: Macron – Ziel russischer Cyberattacken

Der für seine Sachlichkeit bekannte französische Außenminister Jean-Marc Ayrault, ein Sozialdemokrat, ging aus sich heraus: „Frankreich und die Franzosen werden es nicht hinnehmen, dass man ihnen ihre Wahl diktiert.“ Gemeint waren russische Einflussversuche bei der französischen Präsidentschaftswahl. Diese sind an sich nichts Neues. Auch die USA haben in vielen Fällen versucht, Einfluss auf ausländische Wahlen zu nehmen. Im Mittelpunkt der russischen Cyberattacken steht, wie nicht anders zu erwarten, der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron, der einen pro-europäischen Kurs fährt.

Moskau agiert über zwei Kanäle: Einmal mobilisiert Wladimir Putin seine servilen Staatsmedien zu Schmutzkampagnen. Zum zweiten: Hackerangriffe. Diese bleiben meist unsichtbar und ohne klare Spuren. Macron wird der Homosexualität bezichtigt. Er werde von einer „reichen und schwulen“ Community getragen und führe ein Doppelleben mit Mathieu Gallet, dem Chef des französischen Rundfunks. Ähnliche Einflussversuche wird es auch bei den deutschen Bundestagswahlen geben (Christian Wernicke/Thomas Kirchner, SZ 23.2.17).

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