1381: Alternativ-Landwirte fordern Wolfsjagd.

Der Artenschutz hat es nicht leicht. Ursprünglich häufig bezichtigt, braunem Gedankengut nahezustehen, muss er gegenwärtig auch noch die politische Korrektheit berücksichtigen. Es ist so, dass seit 2012 in Niedersachsen wieder angesiedelte und geschützte Wölfe Jagd auf

grasende Schafe, Lämmer und Kälber

machen. Der Sprecher der niedersächsischen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Eckehard Niemann, sagte:

„Weidetierhaltung geht nur ohne Wölfe.“

Die Ansiedlung von Wölfen in Niedersachsen ist für das von den Grünen geführte Umweltministerium „ein Erfolg für den Artenschutz“. Niedersachsen hat ein Wolfsbüro eingerichtet. Eckehard Niemann sagt dazu: „Die Probleme mit dem Wolf wurden unter dem Deckmantel der politischen Korrektheit immer wieder unter den Teppich gekehrt.“ 2015 wurden bundesweit

618 Nutztiere

von Wölfen getötet. In Cuxhaven wurden in letzter Zeit große Rinder vermutlich von einem Wolfsrudel gerissen. Für Biobetriebe, die grundsätzlich auf Stallhaltung verzichten, ist der Wolf ein ernstes Problem.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert nun die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht und eine Anpassung der EU-Artenschutzbestimmungen (Luca Spinelli, taz 16.11.16).

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