Wir können uns vorstellen, dass die Linke bei den Autoren der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ nicht allzu viel Sympathien genießt. Dies stellt Mechthild Küpper unter Beweis (25.4.). Sie schreibt:
„Die kritiklose Gefolgschaft gegenüber Putin und die kritiklose Bewunderung der verhandlungsfeindlichen Macho-Politik der griechischen Bruderpartei macht die Partei politisch und intellektuell uninteressant.“
„So zerstritten die Partei oft ist, in ihrem Moskowitertum sind sich offenbar die innerparteilichen Gegner – ob ‚Reformer‘ oder ‚linke Linke‘, ob ehemalige PDSler oder alte westdeutsche DKP-Chargen – herzlich einig.“
„Der Linkspartei ist klar, dass ihre Putin- und Tsipras-Verehrung sie davon entrückt hat, als Regierungspartner für SPD und Grüne in Frage zu kommen. Und so stellen sich Kipping und Riexinger in eine Tradition, die sie eigentlich durch eine ‚andere Tonalität‘ beenden wollten, und dreschen fröhlich auf die SPD und ihren laut Varoufakis ‚faustischen Pakt‘ mit den ‚Profitinteressen‘ und den Traum ‚von einem grünen Kapitalismus‘ ein.“