863: Raddatz‘ Testament

Für Julia Encke (FAS 8.3.15) ist Fritz J. Raddatz‘ Buch

Jahre mit Ledig. Eine Erinnerung. Reinbek bei Hamburg (Rowohlt), 160 Seiten, 16,95 Euro

sein Testament. Es berichtet von der ganz außergewöhnlichen Beziehung wischen Raddatz und Heinrich Maria Ledig-Rowohlt. Der 1908 geborene uneheliche Sohn Ernst Rowohlts wählte Raddatz, als er im Westen war, zu seinem Stellvertreter im Verlag. Damit begann die Rowohlt-Erfolgsgeschichte.

Raddatz schreibt über Ledig: „Ich habe ihn geliebt. Er war ein bekannter Mann, wenige haben ihn gekannt.“ Und: „Er hatte die Disposition des Künstlers, der in unersättlichem Verlangen darauf wartet, dass man ihn liebe; der die Einsamkeit hasst, die er braucht, um zu produzieren. Die ineinandergeschichteten Widersprüche formten den Charakter dieses Mannes, der zu unvergesslichen Gesten fähig war.“

Das ist vielversprechend. Ich kenne Ledig und Raddatz ziemlich gut. Aber ich lese das Buch über Ostern in Italien.

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