In jedem Jahr veröffentlichen die „Reporter ohne Grenzen“ (RGO) eine Rangliste der Pressefreiheit auf der Welt (180 Länder). Sie ist ein verlässlicher Maßstab dafür, wo sich die Menschen tatsächlich frei informieren können und wo nicht (www.reporter-ohne-grenzen.de). Die aktuelle Rangliste berücksichtigt den Zeitraum vom 15. Oktober 2013 bis zum 14. Oktober 2014. Deutschland ist von Platz 14 auf Platz 12 gestiegen.
Danach gibt es unter den ersten 20 Staaten nur Neuseeland (6.), Kanada (8.), Jamaika (9.), Costa Rica (16.) und Namibia (17.), die nicht zu Europa gehören. Bei den europäischen Staaten handelt es sich um EU- und NATO-Mitglieder:
1. Finnland, 2. Norwegen, 3. Dänemark, 4. Niederlande, 5. Schweden, 7. Österreich, 10. Estland, 11. Irland, 12. Deutschland, 13. Tschechien, 14. Slowakei, 15. Belgien, 18. Polen, 19. Luxemburg, 20. Schweiz.
Großbritannien kommt erst auf Platz 34, das liegt an der Medienkonzentration dort. Die USA mit ihrem hoch-kommerziellen Mediensystem stehen auf Platz 49. Und Japan mit seinen traditions-verhafteten Medienhäusern auf Platz 61. Griechenland, das in letzter Zeit politisch so frech geworden ist, belegt Platz 91.
Erwartet schwach schneiden die Diktaturen Moldawien (72.), die Ukraine (129.), Russland (152.), China (176.) und Weißrussland (157.) ab. Dort gibt es keine Pressefreiheit!
Eine kommunistische Diktatur wie Kuba belegt Platz 169. Aber auch ein so wohl beleumdetes Land wie Indien liegt auf Platz 136. „Unterirdisch“ die Türkei (149.). Dass Saudi-Arabien 164. ist, bestätigt unsere Vorurteile gegenüber der arabischen Welt.
Diese Rangliste sollten wir sehr ernst nehmen und uns an unsere Werte (Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Pressefreiheit) halten.