Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung ist bekannt für seine rückwärtsgewandten Analysen und dafür, keinen Gesamtblick auf das politische Geschehen zu tun. Es verkennt den Primat der Politik. Nun hat der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, einer Darstellung des Instituts widersprochen, wonach der Sozialstaat Bundesrepublik ein „Magnet“ für unqualifizierte Migranten sei und eine fiskalische Nettobilanz je Migrant von minus 1800 Euro im Jahr festzustellen sei. Dies sei „nicht haltbar“. Viele Migranten seien gut qualifiziert und fänden deswegen schnell Arbeit in Deutschland. Das Handwerk verlange deswegen, mehr junge Flüchtlinge als Lehrlinge einzustellen (kna, epd).
Den Höhepunkt der verdrehten Darstellung des Instituts liefert Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn selbst, wo er behauptet, die deutsche Gesellschaft bringe für eine Massenzuwanderung nicht die nötige Toleranz auf. So argumentieren Leute, die erst gegen die Migration Stimmung machen, um dann die mangelnde Toleranz zu beklagen. Lächerlich.
Trotzdem sollte die Migration von Bund, Ländern und Kommunen noch besser gesteuert werden.