Benjamin Netanjahu war schon immer ein Freund der USA. Aber nicht der Demokraten, sondern der Republikaner, deren Entwicklung hochgeährliche Elemente (Donald Trump) enthält. Bei den Demokraten gilt Netanjahu als toxisch. Auch wegen der drei gegen ihn anhängigen Gerichtsverfahren. An die Macht ist Netanjahu dieses Mal nur mithilfe von religiösen Fanatikern und Rechtsextremisten gekommen, eine unmögliche Koalition. Die Gewalteskalation der letzten Wochen zeigt uns, welche Richtung die israelische Entwicklung nimmt. Das Atomprogramm mit Iran ist praktisch tot. Und wie die russische Belohnung für die kriegswichtigen iranischen Kampfdrohnen im Ukrainekrieg aussieht, wissen wir noch nicht. Wenn wir nach Syrien schauen, ist Schlimmstes zu befürchten. Netanjahu verknüpft seine innenpolitischen Interessen mit der außenpolitischen Bedrohung. Und die Israelis wählen das auch noch. Die Besetzung der palästinensischen Gebiete durch Israel ist eine völkerrechtswidrige Annexion. Israel sucht Partner gegen Iran. Und Iran sucht Partner gegen Israel (Stefan Kornelius, SZ 31.1.23).
Das läuft auf einen großen Krieg hinaus.