499: Das Malthussche Gesetz über die Bevölkerungsentwicklung gilt gar nicht.

Thomas Robert Malthus (1766-1834) hat eine berühmte Abhandlung über das Bevölkerungswachstum verfasst. Sie wird regelmäßig in einem sozialwissenschaftlichen Studium am Anfang vermittelt. Danach pflanzt sich die Menschheit zwangsläufig ins Elend fort. Malthus argumentiert, dass die Produktion an Lebensmitteln nie mit dem Bevölkerungswachstum mithalten könne (Winand von Petersdorff, FAS 2.2.14). Die Menschheit enteilt quasi ihren eigenen Lebensgrundlagen. Die Bevölkerung wächst Malthus zufolge in einer ersten Phase wie eine geometrische Reihe: 1, 2, 4, 8, 16 etc. Die Lebensmittelproduktion folgt in ihrem Wachstum einer arithmetischen Reihe: 1, 2, 3, 4 usf.

Zum Glück erwiesen sich die Vorhersagen von Malthus als vollkommen falsch. Die Nahrungsmittelproduktion überholte das Bevölkerungswachstum um ein Vielfaches, und der Hungertod ist heute, zum Glück, eher die Ausnahme als die Regel.

Dort, wo es Hungersnöte gibt, beruhen sie vornehmlich auf sozialer Ungerechtigkeit und nicht auf dem Unvermögen, ausreichend Nahrungsmittel zu produzieren.

Die Bevölkerungsentwicklung braucht uns in dieser Hinsicht nicht zu besorgen.

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