3286: Promovieren lohnt sich.

Der Bundesbericht „Wissenschaftlicher Nachwuchs 2021“ enthält ermutigende Daten. Der Bericht wird alle vier Jahre von einem unabhängigen wissenschaftlichen Konsortium erstellt. In den ersten zehn Jahren nach der Promotion liegt die Arbeitslosigkeit bei ein bis zwei Prozent. Eine Promotion eröffnet insofern die Chance auf einen guten Karriereverlauf. Allerdings sind Promotion und Promotion nicht immer das Gleiche. In Kunst promovieren vier (4) Prozent der Absolventen, in Biologie 67 Prozent. Nur ein Fünftel (20 %) der Promovierten bleibt in der Wissenschaft.

70 Prozent verlassen das Wissenschaftssystem im ersten Jahr nach ihrem Abschluss, im zweiten Jahr sind es 80 Prozent. Leider sind 92 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter an Hochschulen befristet angestellt, bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen 83 Prozent. Das Durchschnittsalter bei Erstberufungen ist mit 40 Jahren immer noch hoch. Der Weg dorthin führt über die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter, in einem Tenure-Track-Verfahren, über eine Juniorprofessur oder das klassische Habilitationsverfahren. Der Anteil von Frauen bei Neuberufungen beträgt bei W 2-Stellen 34 Prozent, bei W 3-Professuren 27 Prozent (oll., FAZ 20.2.21).

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