Der erfolgreichste Film, den Otto Waalkes gemacht hat, ist „Otto -Der Film“ (1985). Er ist rassistisch. Darin bietet „Otto“ einer reichen Dame den „farbigen“ Schauspieler Günther Kaufmann (1947-2012) als „Sklaven“ an. Kaufmann hatte sich als Schauspieler bei Rainer Werner Fassbinder und in Bremer Theaterinszenierungen durchgesetzt. Waalkes Filme richteten sich häufig gegen „die, da oben“.
In dem Film ist Silvia (Jessika Cardinahl) so gezeichnet, dass wir den Film heute auch als sexistisch empfinden. Zudem verulkt er die Alten. Auf Ottos Frage „Seid ihr alle da?“ antworten sie „Ja!“. Darauf Otto: „Aber nicht mehr lange!“ Da haben wir’s. Solche seinerzeit möglicherweise noch nicht unkorrekten Filme wurden für Otto Waalkes häufig geschrieben von Autoren wie Bernd Eilert, Robert Gernhardt und Peter Knorr. Sie gehörten zur „Neuen Frankfurter Schule“. Die war also auch rassistisch (Wilfried Hippen, taz 30.7.20).
Vielleicht geht mancher Schenkelklopfer heute in sich?
Damit rechne ich nicht. Otto Waalkes Filme gelten auch heute noch als fortschrittlich.
Was machen wir nun?