2938: Fritz Kuhn (Grüne) verteidigt Stuttgarter Polizei.

Der ehemalige Grünen-Chef und Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Fritz Kuhn, 65, der seit 2013 Stuttgarter Oberbürgermeister ist, verteidigt das Vorgehen der Stuttgarter Polizei. Die hatte versucht, bei den Kriminellen und Gewalttätern der Krawalle vom 20. Juni etwas über deren Herkunft in Erfahrung zu bringen. Dies wurde von Grünen und Linken als diskriminierend und spaltend für unsere Gesellschaft bezeichnet (Jan Bielicki, SZ 14.7.20).

Claudia Henzler (SZ 14.7.20) hat Fritz Kuhn interviewt:

SZ: Das Polizeipräsidium recherchiert, ob Tatverdächtige einen Migrationshintergrund haben, und fragt dazu ab, ob ein Elternteil nach Deutschland zugewandert ist. Finden Sie das problematisch?

Kuhn: Zur Ermittlung gehört ja auch, etwas über den familiären Hintergrund zu erfahren. Das ist Sache der Polizei und am Ende der Staatsanwaltschaft. Ich würde die Grenze da ziehen, wo Migrationshintergrund zum Verdachtsmerkmal wird. Meine Botschaft ist: Gewalt geht nicht, ganz egal, ob ein betrunkener junger Mann aus Balingen kommt, wie seine Eltern auch, oder ob er ein junger Syrer ist, der als Flüchtling zu uns kommt. Beide haben offenbar ein Integrationsproblem. Gewalt und Plünderei sind zu ächten und nicht Migration. Etwas ganz anderes ist, dass wir klären müssen, ob die Integrationsarbeit in Stuttgart immer voll funktioniert hat. Aber das gilt auch für Jugendliche, die gar keinen Migrationshintergrund haben.

Kommentar W.S.: Fritz Kuhn hat recht. Nach meiner Meinung haben Plünderer und Gewalttäter keine besondere Nachsicht verdient.

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