Mit seinem Versuch, den rechtsextremistischen „Flügel“ von der AfD zu trennen, ist der Vorsitzende Jörg Meuthen gescheitert. War ihm das ernst? Für seinen „großen Fehler“ hat er sich entschuldigt. Das war demütigend. Wahrscheinlich nimmt er jetzt einen ähnlichen Weg wie seine Vorgänger Bernd Lucke und Frauke Petry.
Umgekehrt bedeutet das, dass der rechtsextremistische „Flügel“ (Herrn Björn Höcke darf man als „Faschisten“ bezeichnen) in die AfD integriert bleibt. Die ist dann eine Mischung aus Rechtskonservativen und Rechtsextremisten. Die einen stehen auf dem Boden der Verfassung, die anderen nicht. Der Verfassungschutz hat den „Flügel“ gerade zum Beobachtungsobjekt erklärt. Das müsste er jetzt bei der ganzen AfD tun (Markus Balser, SZ 8.4.20).