2731: Rechtsextremistischer Polizist in Hamm

Zu den acht Unterstützern der mutmaßlichen Terrorzelle „Gruppe S.“, die am 14. Februar nach bundesweiten Razzien festgenommen wurden, gehörte ein 50-jähriger Polizist aus Hamm/Nordrhein Westfalen, Thorsten W. Er hatte Reichskriegsflaggen auf dem Balkon montiert und an seinem Briefkasten den Aufkleber „Keine Lügenpresse einwerfen“. Auf der Wache trug er einmal ein Shirt mit einem für die rechtsextreme Szene typischen Aufdruck. Nachdem ihn ein Vorgesetzter darauf angesprochen hatte, legte er das Shirt sofort ab. In seiner Freizeit trug er Germanen- und Wikingerkluft, posierte mit Schwert und Runen-Shirt, postete SS-Symbole und Hakenkreuze. Auf der Mittelkonsole seines Autos klebte ein Reichsadler. W. war seit 1995 beim Land Nordrhein-Westfalen angestellt. Zuletzt bearbeitete er im Verkehrskommissariat des Polizeipräsidiums Hamm die Abrechnung von Verkehrswidrigkeiten. 2003 hatte er erfolgreich einen kleinen Waffenschein beantragt. Eine Zuverlässigkeitsprüfung wurde nicht durchgeführt (Jana Stegemann, SZ 22./23.2.20).

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