2658: Monika Grütters über Annie Ernaux‘ „Erinnerungen eines Mädchens“ (2018)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) schreibt über Annie Ernaux‘ „Erinnerungen eines Mädchens“ (2018):

„Die französische Schriftstellerin begibt sich auf eine schmerzhafte Reise in die eigene Vergangenheit. Sie schildert eine Urszene ihres Lebens: die erste sexuelle Erfahrung im Alter von 18 Jahren – ein Erlebnis, das keineswegs glücklich war. Annie Ernaux betrachtet ihr eigenes Ich wie eine Fremde; schonungslos schildert sie die Scham, die ihr ganzes Leben geprägt hat. Diese ‚Erinnerungen‘ sind delikat, sie sind heikel, auch als erwachsene Frau sind sie nicht leicht zu lesen. Aber viele Leser und vor allem Leserinnen werden sich und den Geist der Emanzipationsbemühungen in den vergangenen Jahrzehnten sofort wieder erkennen.“ (SZ 20.12.19)

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