Damit er sein „Buch des Jahres“, Artur Koestlers „Sonnenfinsternis“ (1940), loben kann, muss Maxim Biller vorher seinen Hass auf drei Schriftsteller freien Lauf lassen (SZ 20.12.19).
Peter Handke ist für Biller der „Milosevic-Grabredner, Beschreibungslangweiler, Frauenschläger, Journalistenhasser, Interview-Weltmeister, Politromantiker und Betriebsopportunist“.
Botho Strauß ist für ihn ein „antidemokratischer Wurzelsepp und teutonischer Prosa-Kastrat …, (ein) sprachlich dilettierender Autor des Manifests der neuesten deutschen Rechten“.
Und Ernst Jünger empfindet Biller als „tagebuchschreibenden Schnarchopa, autoritären Oberdrecksack und Ofizierskasino-Antisemiten, dem nicht einmal die Nazis rechts und ideologiefest genug waren“.
„Bitte, lesen Sie, damit sie nicht auch noch so enden wie Handke, Jünger & Strauß, 2020 unbedingt Artur Koestlers ‚Sonnenfinsternis‘! Dann wird es, das verspreche ich Ihnen, ein richtig gutes Literaturjahr für Sie. Und auch sonst, hoffe ich.“