2494: Vorsicht bei Medien-Übernahmen !

1. Nüchtern-sachliche Kritiker stimmen darin überein, dass funktionierende Massenmedien die Grundlage einer Demokratie sind.

2. Insbesondere durch Online-Angebote sinken vielfach die Auflagen und Werbeerlöse und gefährden so die Existenz einzelner Medien und ganzer Medienunternehmen.

3. Die New Yorker Investment-Firma KKR übernimmt 27,8 Prozent der Aktien des Axel Springer Verlags.

4. Das gewährleistet nicht die journalistische Zukunftsfähigkeit von Springer. Denn schneller Profit und journalistische Klasse sind etwas Verschiedenes.

5. Davon können die Mitarbeiter von Pro Sieben Sat 1 berichten, wo KKR gemeinsam mit Permira 2006 die Mehrheit übernommen hatte und danach das Programm gezielt abbaute.

6. Springer besteht aus zwei großen Unternehmensgruppen. a) Einmal aus der traditionellen „Bild“/“Welt“-Gruppe, wobei die letzere große Verluste aufweist. b) Aus dem florierenden Rubrikengeschäft der Job-, Partner- und Immobilienbörsen.

7. Medienfirmen sind nicht ohne Grund rechtlich

Tendenzbetriebe,

bei denen nicht Gewinne im Vordergrund stehen, sondern politische, wissenschaftliche und künstlerische Ziele. Weswegen die Mitbestimmung in Personalfragen eingeschränkt ist.

8. Unter dem Vorstandsvorsitzenden Mathias Doepfner hat sich der Springer Verlag insgesamt als wendig und wirtschaftlich erfolgreich gezeigt. Allerdings war der Verlag nicht zimperlich und hat sich einiger Presseerzeugnisse entledigt (Laura Hertreiter, SZ 8.8.19).

9. Vorsicht vor KKR!

10. Mit Wehmut erinnern die Alten unter uns sich noch an die Springer-Essentials aus der „guten alten Zeit“: a) Eintreten für die Wiedervereinigung Deutschlands, b) Vertreten der sozialen Marktwirtschaft, c) Aussöhnung mit den Juden und Israel, d) Stärkung der westlichen Bündnisse.

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