2286: Die SPD hat noch eine Chance.

Andrea Nahles ist besser als ihr Ruf. Das hatte sie schon als Ministerin bewiesen, sie zeigt es jetzt auch als Parteivorsitzende der SPD. Aber es gibt dort zu viele, die ihr keinen Erfolg gönnen. Dabei hat die Partei durch den Vorschlag eines verbesserten Sozialstaatsmodells die Chance, sich mit der Agenda-2010-Politik zu versöhnen. „Genauso ist das Konzept geeignet, die Partei mit Andrea Nahles als Chefin  zu versöhnen. Für beides wird es höchste Zeit.“ (Mike Szymanski, SZ 13.2.19). Die SPD dümpelt bei 15 Prozent. Und es ist kein „Erlöser“ in Sicht. Einmal ganz abgesehen davon, dass Frau Nahles als Frau zusätzliche Nachteile hat zwischen all den Machos. Vorsichtig formuliert.

Die relativ erfolgreichen Ministerpräsidenten Stephan Weil (Niedersachsen) und Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) wissen, dass sie an der Parteispitze keinen raschen Erfolg erreichen können. Sie halten sich zurück. Schwesig hat sich von Nahles in die Arbeit am Sozialstaatskonzept einbinden lassen. Auch Juso-Chef Kevin Kühnert gibt seit Wochen Ruhe. Sie alle sind am Erfolg von Andrea Nahles und der SPD interessiert.

Sigmar Gabriel geht es anscheinend darum nicht. Er will Nahles zu Fall bringen, koste es, was es wolle. Erst moniert er, dass die SPD nicht schon früher die Grundrente auf die Tagesordnung gesetzt hat. Dann übt er Kritik an der großen Koalition. Was war eigentlich zu seiner Zeit als Parteivorsitzender los? Gabriel ist sprunghaft und agiert wie ein Saboteur. Von dem bekannten russischen Lobbyisten zu schweigen.

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