Die Umerziehungslager in China für mehr als eine Million Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Uiguren ist im UN-Menschenrechtsrat scharf kritisiert worden. Die Lage der Menschenrechte habe sich in den letzten Jahren noch massiv verschlechtert. Es besteht ja kein Zweifel daran, dass China eine brutale Diktatur ist. Die Federation of Human Rights hatte auf die „dramatischen Verschlechterungen“ in Tibet hingewiesen.
Mitglieder des UN-Menschenrechtsrats kritisierten die Verfolgung politisch Andersdenkender, das unrechtmäßige Festhalten von Personen ohne Anklage sowie die hohe Zahl der in China verhängten Todesstrafen. Die deutsche Delegation verwies auf die vielfachen Verletzungen der Religions- und Pressefreiheit. Dänemark fordert China auf, den Vereinten Nationen (UN) den Zugang zum Westen des Landes zu erleichtern, damit unabhängige Beobachter in die Provinzen entsandt werden könnten.
Der chinesische Delegierte wies die Kritik zurück. Es handle sich bei den Lagern um „Ausbildungszentren für die Vermittlung von beruflichen Fähigkeiten und Sprachen“. Gelobt wurde China von Sambia für die Entwicklung des nationalen Punktesystems vermittels dessen die Bürger in China demnächst für ihr Verhalten im gesellschaftlichen Leben, im Beruf und im Internet bewertet werden könnten. Sambias Volkswirtschaft ist von der chinesichen Entwicklungshilfe abhängig (SZ 7.11.18).