Der „Freitag“ hat am 23. August Peter Handke interviewt („Ich habe keine Schublade“). Darin kommt zur Sprache, dass Handke in den neunziger Jahren „sehr hart“ für seine Berichte aus Serbien angegangen worden sei.
„Ja, das ist immer der Mechanismus. Man hat mich sogar mit Céline verglichen“, antwortete Peter Handke. War dieser Vergleich für ihn schlimm? „Joschka Fischer ist mir viel widerlicher als Céline.“ Warum Joschka Fischer?, fragten die Journalisten. Und dann holte Handke zu einer seiner Tiraden aus: „Joschka Fischer und Marcel Reich-Ranicki sind die schlimmsten Typen der Nachkriegszeit in Deutschland. Und Daniel Cohn-Bendit, das können Sie aufschreiben. Fischer hat überhaupt keine Ahnung von nichts. Essen vielleicht.“ (FAS 26.8.18)
W.S.: Anscheinend will der Schriftsteller hier nochmals unter Beweis stellen, dass er politisch nicht ganz bei Trost ist.