2069: Putins Propaganda potent

Dass die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland eine riesige Propagandainszenierung  werden würde, war von Anfang an klar. Genauso wie die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Aber dabei hat Hajo Seppelt immerhin das

russische Staatsdoping

entlarvt. Propaganda nicht nur wegen Putin und so unseriösen Verbänden wie der Fifa oder Figuren wie Gianni Infantino und Lothar Matthäus. Sondern weil die Menschen angesichts von solch gut inszenierten Großveranstaltungen den Überblick verlieren. Wir erinnern uns nur zu gut an die Olympischen Sommerspiele in Berlin 1936.

Holger Gertz hat sich in der SZ (14./15.7.18) weitergehende Gedanken gemacht: „.. Menschen, die gesellschaftliches Bewusstsein und so etwas wie die Kraft des Widerstands wichtiger finden als besinnungslose Taumelei wegen eines Ballspiels, muss das Kotzen kommen angesichts der politischen Blindheit des Fußballbetriebs.“

„Wer äußert sich zu den politischen Gefangenen in Russland? Wer dächte, wenn er im Milliardenstadion von St. Petersburg spielt, an Korruption und Stadionarbeiter? Null, null und null. Es ist alles noch schlimmer geworden, die Störgeräusche werden bei dieser WM vom Apparat noch restloser und konsequenter geschluckt als früher.“

Und dann erklärt Gertz den Unterschied zwischen dem klugen und raffinierten Putin, der genau weiß, dass man dann die Öffentlichkeit am besten beherrscht und manipuliert, wenn man sich rar macht, und dem Trampel Trump, bei dessen Kabinettssitzungen die Anwesenden ihn manchmal am Anfang loben müssen. „Der Unterschied: Trump sah man die Genugtuung an, der Sabber der Selbstliebe lief ihm zu beiden Hosenbeinen raus. Putin schien die vorsätzliche Arschkriecherei seiner Gäste unangenehm zu sein.“

„Und in der Nachspielzeit am Montag trifft Wladimir Putin sich mit Donald Trump, der für ihn kein Gegner ist.“ (Vgl. hier Nr. 2047 vom 29.6.18 „Vom Gipfeltreffen USA – Russland droht Europa Gefahr.“)

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