In Alfred Weidenmanns „Junge Adler“ (1944) erlebte Hardy Krüger sein Filmdebüt gemeinsam mit Dietmar Schönherr. Er war Schüler der Adolf-Hitler-Schule in Sonthofen. Aber daraus hat er Konsequenzen gezogen und anhand seiner eigenen Geschichte politisch aufgeklärt und sich gegen Rechtsextremismus gewandt (zuletzt 2013). Als Schauspieler wurde er häufig als Wehrmachtsoffizier besetzt. So in „Einer kam durch“ (1957) und „Taxi nach Tobruk“ (1960).
Krüger hat mit Regie-Stars wie Joseph Losey, Otto Preminger, Robert Aldrich, Howard Hawks und Stanley Kubrick zusammengearbeitet. In Premingers „The Moon is blue“ hatte William Holden die Hauptrolle, in der deutschen Fassung („Die Jungfrau auf dem Dach“) Hardy Krüger. In Howard Hawks „Hatari“ (1962) erreichte Krüger den Höhepunkt seiner Laufbahn. Er kaufte die Farm, auf der der Film gedreht worden war, und lebte lange Jahre in Afrika. 1975 gewann Stanley Kubrick ihn für „Barry Lyndon“.
Krüger hatte 1970 eine Karriere als Erzähler und Schriftsteller begonnen. Er machte den Pilotenschein und drehte Reisefilme für’s Fernsehen („Hardys Bordbuch“). Er spielte zusammen mit Weltstars wie John Wayne und James Stewart. Jetzt ist er 90 Jahre alt geworden.