Jane Fonda hat es in mehrfacher Hinsicht zur Ikone geschafft. Zwei Oscars hat sie gewonnen. Sie wird 80 Jahre alt. Anfangs musste sie sich gegen ihren Vater, Henry Fonda, durchsetzen, einen der ganz großen Stars in Hollywood. Am bekanntesten tritt er uns entgegen in Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ als Killer Frank. Für seine Tochter hatte er nie Zeit. Er war im Geschäft. Seine Frau brachte sich um. Dann heiratete er wieder.
Man möchte es anders erzählen. Aber ihr erster Mann, der Franzose Roger Vadim, machte sie als „Barbarella“ weltbekannt. Das nutzte sie für ihre später dann vielfältigen politischen Initiativen. Als Gegnerin des Vietnam-Kriegs wurde sie als „Hanoi Jane“ bekannt. Einer der ganz großen Regisseure, Jean-Luc Godard, widmete ihr „Letter to Jane“. Und das FBI legte 22 000 Blatt über sie an. Jane Fonda engagierte sich für Indianerrechte, Frauenrechte, für die Vereinten Nationen, für den Regenwald und gegen den Irakkrieg.
1973 heiratete Jane Fonda den Bürgerrechtler Tom Hayden. Der hatte viele gute Ideen, aber keinen politischen Erfolg, Jane Fonda bezahlte alles. Und sie entdeckte ihren Körper als Marketing-Maschine, kasteite sich, ernährte sich von Säften und Vitaminen, propagierte Leibesertüchtigung in Form von
Aerobic.
Sie wurde wieder erfolgreich im Film (u.a. „Coming Home“). Und dann heiratete sie nochmals. Den Gründer und Besitzer von CNN, Ted Turner. Dabei praktizierte sie irgeneine Form von Buddhismus, das Übliche. Viele Male ließ sie sich schönheits-operieren. Die „amerikanische Freiheitsstatue“, wie Willi Winkler sie nennt, wird 80 Jahre alt (Willi Winkler, SZ 21.12.17).