1. Nach 2020 wird die Bevölkerung in Deutschland schnell altern. 2045 kommen bereits 55 über 65-Jährige auf 100 20- bis 64-Jährige.
2. Der Beitragssatz von heute 18,7 Prozent steigt auf 23,6 Prozent, das Rentenniveau vor Steuern sinkt von 48 auf 41,7 Prozent.
3. Die Entwicklung geht nach 2045 weiter.
4. Deswegen sollten in der nächsten Legislaturperiode die grundlegenden Entscheidungen für eine langfristige Rentensicherheit fallen.
5. Die „Rente ab 63“, die „Mütterrente“ und die Angleichung der DDR-Renten kosten sehr viel Geld.
6. Die Renteneintrittsgrenze muss an die weiter steigende Lebenserwartung (nach oben) angepasst werden.
7. Die Rentenbezugsdauer hat sich seit 1960 auf 20 Jahre verdoppelt und wird sich mit der Lebenserwartung weiter verlängern.
8. Die SPD hat die am weitesten gehenden Überlegungen zur Rente angestellt. Sie will das Rentenniveau durch eine „Haltelinie“ sichern, nach der es bis 2030 nicht unter 48 Prozent sinkt.
9. Die Linke fordert eine Mindestrente von 1050 Euro, allerdings hat sie keine Finanzierung genannt.
10. Die von der CDU vorgeschlagene Rentenkommission hat wohl die meisten Chancen. Ob ihr dann Lösungen wie
1957 und 1989
gelingen, darf bezweifelt werden (Franz Ruland, SZ 14.7.17).