1598: Imamin gründet liberale Moschee.

Die Berliner Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates hat in Berlin in gemieteten Räumen eine liberale Moschee gegründet, in der Frauen und Männer gemeinsam beten, in der Schwule und Lesben willkommen sind genau so wie Frauen mit und ohne Kopftuch, jeder, ob Sunnit, Schiit, Alevit, der glaubt, dass es das geben kann: einen modernen, reformierten Islam. Ein Gebetshaus, in dem Frömmigkeit und Vernunft Freunde sind. Sie soll „Ibn-Rushd-Goethe-Moschee“ heißen.

Ibn Rushd (Averroes, 1126-1198)

war der marokkanisch/andalusische Arzt und Gelehrte, der Muslimen wie Christen

Aristoteles

beibrachte und in der Logik die einzige Möglichkeit des Menschen sah, glücklich zu werden. Ihm war im Islam der Perser

Ibn Sina (Avicenna 980-1037)

als Aristoteles-Kommentator vorangegangen. Johann Wolfgang Goethe schrieb mit dem „West-Östlichen Divan“ ein Werk, das bis heute die muslimische und christliche Welt verbindet.

Seyran Ates hat zur Moscheegründung ein Buch unter dem Titel „Salam, Faru Imamin“ publiziert. Frau Ates sieht nicht ein, warum im Islam (oder in der katholischen Kirche) Frauen weniger wert sein sollen als Männer. Sie verteidigt überwiegend Frauen, die im religiös begründeten Patriarchalismus geschlagen und zwangsverheiratet werden (Matthias Drobinski, SZ 16.6.17).

Frau Ates ist auf dem richtigen Weg.

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