1594: Fußball nicht mehr mit Steuermitteln fördern!

Von der Saison 2018/19 an wird die Champions League nur noch im Bezahlfernsehen und auf einer Streaming-Plattform (Dazn) übertragen. Das zeigt das abgehobene Denken der Uefa-Funktionäre. Sie glauben anscheinend, sich alles erlauben zu können. Auf öffentliche Interessen und die Bevölkerung nehmen sie keine Rücksicht.

Wenn die europäischen Spitzenklubs das so hinnehmen, gehen sie ein relativ hohes Risiko ein. Das erkennen wir an den beiden Viertelfinal-Spielen des FC Bayern München gegen Real Madrid 2017. Im April verfolgten im Schnitt

9,6 Millionen Zuschauer

das Spiel im ZDF. Das Rückspiel im Bezahlfernsehen verfolgten nur

1,5 Millionen Zuschauer (Klaus Hoeltzenbein, SZ 14./156.17).

Künftig sollte aus der Perspektive der Gebühren- und der Steuerzahler der Bau von Fußballstadien nicht mehr öffentlich subventioniert werden. Neu überlegt werden muss m.E. auch, ob die Kosten für die Sicherheit beim Fußball weiterhin der Allgemeinheit aufgebürdet werden können. Denn da würde der fußballbegeisterte Steuerbürger zweimal zur Kasse gebeten werden.

Der Fußball wird global und digital. Aber er kappt seinen Heimatmarkt. Wir Marktteilnehmer sollten uns das von den lächerlichen Fußball-Funktionären nicht bieten lassen.

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