1464: Philip Roth: Verschwörung gegen Amerika. 2004

2004 brachte Philip Roth (geb. 1933), der große US-Autor, seinen Roman „Verschwörung gegen Amerika“ heraus. Dazu schreibt der französische Publizist Bernard-Henry Lévy (68) in der SZ (13.2.17), der sich am Tag der Amtseinführung von Donald Trump mit Roth in dessen New Yorker Wohnung getroffen hatte: „Dies war eine surreale Erfahrung, da der Schriftsteller in seinem Roman ‚Verschwörung gegen Amerika‘ aus dem Jahr 2004 genau den finsteren und gruseligen Albtraum beschreibt, den die Vereinigten Staaten gerade erleben.“

In dem Roman verbucht der US-Fliegerheld Charles Lindbergh, ein Nazi-Freund, Rassist und Antisemit, 1940 einen erdrutschartigen Sieg bei den US-Präsidentschaftswahlen gegen Franklin Delano Rossevelt. Lindbergh wird von Hitler mit einem Orden geehrt. Er schließt einen Nicht-Angriffs-Pakt mit Nazi-Deutschland, es kommt zu ersten antisemitischen Ausschreitungen. Unter dem amerikanischen Juden breiten sich Angst und Schrecken aus.

Große Literatur eben!

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