1225: Die Grünen – fortschrittsprägend und regierungsbereit

Nach dem Wahldesaster bei der Bundestagswahl 2013 finden die Grünen sich gegenwärtig (nicht zuletzt nach der Wahl in Baden-Württemberg) regierungsbereit. Der schleswig-holsteinische Minister für Energiewende und Landwirtschaft, Robert Habeck, will die SPD als fortschrittsprägende Kraft ablösen. Und tatsächlich könnte die deutsche Politik neue Impulse gebrauchen bei der

– Integration von Flüchtlingen,

– dem europäischen Zusammenhalt,

– dem Bildungswesen.

Bisher schaffen die Grünen sogar ein auskömmliches Verhältnis zur Autoindustrie (da ist ja nach dem VW-Abgasskandal einiges klarer geworden).

Als Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl scheint Katrin Göring-Eckardt festzustehen. Bei den Männern kandidieren neben Robert Habeck natürlich Anton (Toni) Hofreiter und Cem Özdemir. Hoffentlich gibt das jetzt nicht ein derartiges Geholze, dass die Chancen der Partei insgesamt beschädigt werden.

Habeck ist ein bunter Vogel, ohne den die Partei auch klarkäme. Toni Hofreiter kommt mit seiner bayerischen Rhetorik in der norddeutschen Tiefebene nicht so gut an. Als Vorsitzender der Verkehrsausschusses des deutschen Bundestags erwies sich der Diplom-Biologe als kompetent und fair. Und Cem Özdemir stammt tatsächlich aus einer schwäbischen Arbeiter- und Migrantenfamilie (türkische Wurzeln). Insofern haben die Grünen eventuell sogar das Potential zu einer

Volkspartei.

Özdemir hat mit Volker Kauder (CDU) erfolgreich eine Armenien-Resolution im deutschen Bundestag vorbereitet. Aus seiner Sicht stehen zur Zeit eher schwarz-grüne (grün-schwarze) Koalitionen auf der Tagesordnung als rot-rot-grüne (Peter Carstens, FAS 17.4.16).

Bleibt die Frage, ob die grüne Basis dies alles versteht und verkraftet. Denn eines z.B. geht natürlich nicht: Erst ein bundesweites Fahradwege-Programm, das wir Fahrrdfahrer natürlich begrüßen. Und dann die Aufforderung, nicht auf Fahrradwegen zu fahren, sondern auf der Auto-Fahrbahn.

 

 

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