Jeder von uns hat sich schon einmal geärgert, wenn er nicht mit einer Karte bezahlen konnte. Bargeld ist umständlich und teuer, es begünstigt Schwarzarbeit und Drogenhandel. Deswegen plädieren einige Ökonomen für seine Abschaffung.
Aber dabei übersehen sie, dass Bargeld die Freiheit des Bürgers gewährleistet, die Privatsphäre schützt und den Datenschutz erhöht. Im Zeitalter von Big Data, wo Suchmaschinenkonzerne wie Google und Internethändler wie Amazon Daten sammeln und vermarkten. Wo der NSA-Skandal unseren Glauben an Datensicherheit endgültig nachhaltig erschüttert hat. Wer mit Karte oder Smartphone bezahlt, überlässt seine Daten einem Unternehmen, dass diese zu seinen Zwecken nutzt.
Allerdings: Wenn der Handwerker nicht mehr bar (schwarz) bezahlt werden könnte, würden die Steuereinnahmen steigen.
Nachgedacht wird auch über einen Negativzins. Etwa von zwei Prozent. Dann würden die Bürger ihr Geld investieren, in Autos, in Hausrenovierungen oder was auch immer. Es ist aber nicht möglich den Negativzins beliebig zu erhöhen, solange es Bargeld gibt. Die Folge wäre ein „Banken-Run“. Die Sparer würden massenhaft Geld abheben und es unter dem Kopfkissen aufbewahren. Das Finanzsystem würde zusammenbrechen.