Auf der Leipziger Buchmesse, die in diesem Jahr unter dem Motto stand
„1965 bis 2015. Deutschland – Israel“,
sagte der Historiker Dan Diner bei der Vorstellung seines neuen Buchs, wir lebten in einer
Doppelprojektion,
bei der auf der einen Seite dieser dokumentarische Schwarz-Weiß-Film laufe, mit den nicht vergehenden Schreckensbildern, und daneben der Farbfilm über die jungen Israelis in Berlin, das Strandleben in Tel Aviv.
Dan Diner erklärt es so, dass zu Israel gehöre, dass es ein herausgerissenes Stück Mitteleuropa sei, das Deutschland einschlösse, einschließlich seiner Sprache, die bis zum Nationalsozialismus auch eine jüdische Sprache gewesen sei. Die jungen Israelis reisten in einen Farbfilm, dessen aktuelle Attraktionen – die Kulturszene, die relativ günstigen Mieten – die Neuentdeckung der alten Linien zwischen Berlin und dem versprengten Mitteleuropa in Israel begünstige (Lothar Müller, SZ 16.3.15).