Als nach den Pariser Morden an einigen Karikaturisten von „Charlie Hebdo“ und an Juden ein großer Teil der islamischen Welt wiederum mit Unverständnis auf die Menschenrechte reagierte, hat in Teilen der Öffentlichkeit ein Umdenken in Bezug auf den Islam eingesetzt. Auch bei mir. Anscheinend genügen gut gemeinte Parolen wie „Der Islam gehört zu Deutschland“ nicht mehr. Denn immer sind islamische Fundamentalisten im Spiel. Stets fallen die Erklärungen von Imamen flau aus. Möglicherweise ist der Islam tatsächlich nicht so einfach kompatibel mit der parlamentarischen Demokratie.
Vielleicht etwas plakativ, aber ansonsten bedacht geht Ulrich Greiner in der „Zeit“ (22.1.15) an Christentum und Islam heran. Er schreibt: „Es ist kein geringer Unterschied, dass die eine Religion von einem kriegsführenden Feldherrn gegründet wurde und die andere von einem gekreuzigten Wanderprediger; dass die eine Religion an eine Theokratie glaubt und die andere an die zwei Reiche: ‚Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Goitt, was Gottes ist.‘ (Mt 22)“.
Am Ende steht: „Vielleicht wird der Islam eines Tages wirklich zu Europa gehören. Wissen kann man das nicht und wünschen auch nicht.“
Es wird höchste Zeit für einen aufgeklärten, deutschsprachigen Islamunterricht in Deutschland.