Die SZ interviewt Kathrin Göring-Eckkardt zu den Optionen der Grünen im Jahr 2017 (22./23.11.14).
SZ: Könnten Sie sich vorstellen, Sigmar Gabriel 2017 zum Kanzler zu wählen?
Göring-Eckardt: Vorstellen kann ich mir vieles.
SZ: Welche politischen Voraussetzungen müssten dafür erfüllt sein?
Göring-Eckardt: Herbst 2017: Die Grünen haben mit ihrem Zukunftsprogramm für Deutschland als einzige eine erfolgreiche programmatische Idee für die kommenden vier Jahre. Union und SPD buhlen um uns, um Schwarz-Grün oder Rot-Grün. Wir entscheiden uns nach langen Verhandlungen. Der Ausstieg aus der
Kohleverstromung
wird verabredet, die Wirtschaftspolitik wird sich künftig an ökologischen Kriterien orientieren,
Gentechnik und
Massentierhaltung
ein Riegel vorgeschoben.
Migration und
Integration
werden zum zentralen Thema, ebenso wie
Datenschutz und Digitalisierung.
Die Frauenquote kommt konsequent. Wir wählen den oder die, die oder der das mit uns verabredet haben.
SZ: Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass der nächste Kanzler Gabriel heißt?
Göring-Eckardt: Nichts ist unmöglich.