Franz-Peter Tebartz-van Elst, der suspendierte Bischof von Limburg, hält sich wieder mehrere Tage monatlich im bischöflichen Haus in Limburg auf, das er für 31 Millionen Euro hatte errichten lassen (T.G./V.Z., FAS 2.2.14). Das ist nicht gut für die katholische Kirche. Die Dienstwohnung in Tebartz-van Elsts Amtssitz wird von seinem Fahrer geführt, der für den vorübergehend amtsenthobenen Bischof auch kocht. Er erhält Bezüge wie etwa ein Weihbischof. In der im Hause befindlichen Privatkapelle wurde von Tebartz-van Elst kürzlich sogar die heilige Messe gefeiert.
Der frühere hessische Staatsminister Jochen Riebel, ein Mitglied des bischöflichen Vermögensverwaltungsrats, bekräftigte seine Aussage, wonach der Bischof dem Gremium über zwei Jahre die wahren Kosten verschwiegen habe. Das sei ein „ungeheuerlicher Vorgang“, den es in der katholischen Kirche noch nicht gegeben habe. Riebel verteidigte die Entscheidung des Vermögensverwaltungsrats, im August 2013 die viel höhere Kreditaufnahme zu genehmigen. „Dazu gab es keine Alternative, weil wir die Zahlungsfähigkeit des Bischöflichen Stuhls nicht riskieren wollten.“