J. Edgar Hoover kennen wir als den Mann, der als FBI-Direktor bei der Ermordung John F. Kennedys 1963 versagt hat. Er war Jahrzehnte im Amt. Schon in der McCarthy-Ära. Dort gewann er seine ideologische Statur. Philosophen wie die Franzosen Jean-Paul Sartre und Albert Camus waren ihm Zeit seines Lebens suspekt (Andy Martin FAS 24.11.13). Er ließ sie rund um die Uhr ausspähen. Das ist ja heute wieder in Mode. Nur verstand er die Philosophie nicht. Dazu war er zu dumm und ungebildet. Bei der großen Zahl von Geheimdienstmitarbeitern auf der ganzen Welt dürfen wir wohl davon ausgehen, dass sie im Durchschnitt eine mittlere Intelligenz besitzen. Und vieles nicht verstehen. Wie J. Edgar Hoover, als er in einem Dossier 1970 über Sartre las, der sei Prokommunist und werde von manchen Quellen als Antikommunist bezeichnet.
Was verstehen die Dienste überhaupt?
Die Frage stellt sich angesichts des gegenwärtigen flächendeckenden Ausspähens von Daten heute wohl ganz anders.