493: Nagelprobe für Sigmar Gabriel, Hannelore Kraft und die SPD

Nach dem Bundestags-Wahlergebnis, das die Bundesrepublik in eine historisch ziemlich einmalige Lage versetzt hat, will SPD-Chef Gabriel mit der CDU/CSU sondieren. Und dann gegebenenfalls verhandeln. Dazu schreibt der Chefredakteur der SZ, Kurt Kister (27.9.13):

„Dagegen gibt es Widerstand, gerade im Landesverband Nordrhein-Westfalen. Hier muss Hannelore Kraft endlich mit jener Entschiedenheit führen, die sie so gerne vorzeigt. Entweder soll sie sich mit ihren Leuten gegen Gabriel stellen oder sie soll ihnen deutlich machen, dass sie Gabriels Kurs mitträgt. Wischiwaschi auf beiden Seiten geht nicht. Es geht schon allein deswegen nicht, weil Kraft eine der zentralen Personen in etwaigen Koalitionsverhandlungen sein muss. Und wenn diese Verhandlungsführer einen Kompromiss für tragbar halten, dann muss auch Hannelore Kraft ihn offensiv vertreten – notfalls gegen Teile der NRW-SPD.

Die nächsten Wochen werden zur Nagelprobe für die SPD und ihren Vorsitzenden. Sollte es aus parteiinternen Gründen nicht zu Verhandlungen kommen, muss Gabriel gehen. Und wenn es Verhandlungen gibt, bei denen die Verhandlungsführer ein Ergebnis erzielen, das die Mitglieder aber ablehnen – dann stehen der SPD Abriss und Umbau bevor.“

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