463: Gauck: SED-Mitglieder hatten leichten Übergang.

Bundespräsident Joachim Gauck hat über die 2,3 Millionen SED-Parteigenossen gesagt: „Die Mitglieder der SED haben 1990 einen relativ leichten Übergang in die Demokratie erlebt. Ihre Partei wurde nicht verboten; sie hat sich umbenannt und war kontinuierlich politisch tätig.“ („Bild am Sonntag, 25.8.13) Karriereabbrüche hätten die hauptamtlichen und inoffiziellen Mitarbeiter (IM) der Stasi hinnehmen müssen. Aber nicht alle IM seien aus dem öffentlichen Dienst entfernt worden, sondern nur die Hälfte. „Alles in allem: Die ehemaligen Systemträger sind nicht über Gebühr belastet worden.“

Joachim Gauck hatte dies auf eine Anfrage des Dirigenten und Pianisten

Daniel Barenboim

erklärt.

Dadurch macht sich der Bundespräsident bei der „Linken“ weiter verhasst. Aber nicht bei mir. Ich stimme ihm aus vollem Herzen zu.

Joachim Gauck äußerte sich auch zur Migration. „Wir alle profitieren, wenn Frauen und Männer mit ganz unterschiedlichen Wurzeln ihre Erfahrungen auch in die Parlamente einbringen.“ Mehr Politiker mit Migrationshintergrund seien „ein wichtiges Zeichen dafür, dass alle Bürger, egal woher sie, ihre Eltern oder Großeltern kommen, zu diesem Land gehören und es mitgestalten“.

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