1217: SPD – was tun ?

Volker Zastrow beschäftigt sich in der FAS (10.4.16) mit der SPD und ihren schlechten Umfragewerten und bezieht sich dabei u.a. auf ein Deutschlandfunk-Interview mit dem stellvertretenden Parteivorsitzenden Ralf Stegner. Er schreibt:

„Die SPD hat viele ihrer Vorhaben durchgesetzt, die wichtigsten Stichworte sind Renten und Mindestlohn. Das sind Projekte, die sehr genau auf das Wählerreservoir zielen, das die Sozialdemokratie unbedingt benötigt: Man kann nicht mehr von Arbeiterklasse sprechen, der sich keiner mehr zurechnen will, aber doch von den ‚kleinen Leuten‘, die eine Schutzmacht brauchen. Nicht jeder Bürger vermag als Ich-AG auf den Wellen des Erfolgs durchs Leben zu surfen. Viele Menschen müssen stattdessen sehen, wie sie zurande kommen: ihre Miete zahlen, am gesellschaftlichen Wohlstand teilhaben, Chancen auch für ihre Kinder erhalten, gesund bleiben und auch im Alter keine Not leiden. Und manche brauchen einfach Hilfe.

Man merkt es … vielen Sozialdemokraten an, wie es sie quält, dass ihre Anstrengungen und Leistungen in dieser Wahlperiode bei den Wählern nicht zu verfangen scheinen. Und das, obwohl die SPD sich hier, seit Gabriel Vorsitzender wurde, sowohl logisch als auch psychologisch einwandfrei aufgestellt hat. Sie macht fast alles richtig, und es scheint ihr doch nichts zu nützen. Ja, und mehr noch: Die verantwortungsvolle, konstruktive Arbeit der Sozialdemokraten in der Außen- und Sicherheitspolitik (manchmal auch hinter den Kulissen), dazu noch

die herausragende Rolle

des Europäischen Parlamentspräsidenten Martin Schulz

hätten viel mehr Vertrauen verdient, als in den schlechten Umfragewerten zum Ausdruck kommt.

Es gibt nur ein Mittel: unbeirrt das als richtig Erkannte tun, Kurs halten … und darauf vertrauen, dass die Wähler letztlich doch folgen werden.“

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