1026: Für Cheney ist Obama schuld.

Dick Cheney war Vizepräsident unter George W. Bush, der von 2001 bis 2009 Präsident der USA war. Er war ein vehementer Befürworter des Einmarschs in Irak und ist insofern mitverantwortlich für die gegenwärtige desaströse Lage im Nahen Osten, insbesondere in Irak und Syrien. Das bezweifeln in den USA nicht einmal so erzkonservative Medien wie Fox-News. Nun hat Cheney gemeinsam mit seiner Tochter Liz ein Buch geschrieben, für das vehement geworben wird:

„Warum die Welt ein mächtiges Amerika braucht“.

Darin werden zwei zentrale Behauptungen aufgestellt.

1. Für das Desaster in Irak sei nicht etwa die Bush-Administration verantwortlich, sondern Barack Obama, weil unter ihm die US-Truppen den Irak verlassen hätten. Indirekt sei Obama damit auch schuld am Aufstieg des IS.

2. Cheney kritisiert sehr scharf das von der Obama-Administration, den UN-Vetomächten (China, Russland, Großbritannien, Frankreich) und Deutschland mit Iran ausgehandelte Atomabkommen. „Es wird zu einem nuklear bewaffneten Iran führen, zu einem atomaren Wettrüsten im Mittleren Osten und, mehr als wahrscheinlich, zum ersten Einsatz einer Atomwaffe seit Hiroshima und Nagasaki.“ (Sacha Batthyany, SZ 10.9.15)

Hier haben wir klar die

beiden außenpolitischen Konzepte der USA

vor Augen. Einmal die Politik der Stärke mit Militäreinsätzen in aller Welt (Bush, Cheney). Andererseits den Versuch, Verhandlungslösungen zu erreichen (Obama, Kerry).

Wählen Sie selbst.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.