FJR ist selbst außerhalb seiner Tagebücher (2002-2012) sehr meinungsfreudig und klatschsüchtig. Helmut Schmidt mag er nicht. Etwa in einem „Stern“-Interview mit Stephan Maus (6.3.14).
Stern: Was halten Sie von ihm?
FJR: Nichts. Gar nichts. Ein Scharlatan.
Stern: Warum?
FJR: Das fängt damit an, dass er sich nie dazu geäußert hat, wie das eigentlich war, Oberleutnant bei Hitler zu sein. Seinen Eid auf Hitler zu schwören. Mich würde zum Beispiel interessieren, ob er sich an diesen Eid gebunden gefühlt hat. Wie ja tragischerweise viele 20.-Juli-Leute. Die sagten: „Aber ich habe den Eid geschworen. Ich kann den Eid nicht brechen.“ Und warum zum Beispiel hat er in Uniform für sein Hochzeitsfoto posiert? Es gab mit Sicherheit keinen Führerbefehl, dass Hochzeitsfotos nur in Uniform zu machen waren. Also war er stolz darauf. Und hat die Ehre des deutschen Volkes in der Sowjetunion verteidigt. Obwohl wir die überfallen haben, höre ich immer. Heute lobt er Mao und findet es verständlich, dass auf dem Tian’anmen-Platz die Leute erschossen wurden. Regt sich über Waffenexporte auf. Dabei gab es unter seiner Regierung enorme Waffenexporte. Er nimmt nie zu irgendetwas Stellung, sondern belehrt die Menschen. Er ist ein Ersatz-Hindenburg.