„Die vermeintliche Schwäche – dass Forschungsergebnisse immer wieder umgestoßen werden – ist also in Wirklichkeit die Stärke der Wissenschaft: Ihr Weltbild ist jederzeit offen dafür, durch neue, bessere Einsichten korrigiert zu werden. Der Erkenntnistheoretiker
Karl Popper
hat daher die ‚Falsifizierbarkeit‘ zum wichtigsten Merkmal wissenschaftlicher Theorien erhoben: Absolute Wahrheit gibt es in der Wissenschaft nicht, keine Erkenntnis kann abschließend verifiziert werden, sie kann nur falsifiziert, durch Gegenbeweise widerlegt werden. Das unterscheidet sie auch von
Verschwörungstheorien,
die sich im Besitz der Wahrheit wähnen und hermetisch gegen jedwedes Gegenargument abschotten.“ (Maximilian Probst/Ulrich Schnabel, Die Zeit 30.7.20)