Der FC Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat in seiner gewohnten Manier gesagt: „Wir sind leider angekommen an einem Punkt, an dem ich von Ultras immer nur lese: Wir fordern dies, wir fordern das. Jetzt wollen sie auch Mitsprache bei der Debatte um die TV-Gelder. … Aber wenn ich immer nur fordere, aber nie bereit bin, Pflichten und auch Verantwortung zu übernehmen, endet das in einer Sackgasse.“
Der Sprecher vom Fan-Bündnis „Unser Fußball“, Jan-Hendrik Gruszecki, antwortet: „Fußballfans geben sehr viel, vor allem Zeit und Leidenschaft – all das, was den Fußball zu mehr macht als nur zu einem Sport. … Wer das macht, darf auch durchaus mal auf Dinge aufmerksam machen.“ Auch zahlreiche Fans und Ultras engagierten sich in der Corona-Krise.
Zu „Unser Fußball“ gehören mehr als 2.300 Fanklubs- und Gruppierungen sowie mehr als 12.000 Einzelpersonen. Zum Namen „Unser Fußball“ Rummenigge: „Ich finde, der Name ist etwas anmaßend. Wem gehört der Fußball? Am ehesten noch jenen, die ihn spielen – egal, auf welchem Niveau. Die Fans sind Teil des Fußballs, aber er gehört ihnen nicht.“
Gruszecki: Rummenigge habe nichts begriffen. „Die Fanklubs, die unterschrieben haben, sagen, so würden wir unseren Fußball definieren. Wir sagen nicht: Uns gehört der Fußball.“ (dpa, SZ 16.7.20)